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Konzeption der KiTa Nortorf

Einführung

Vor über 25 Jahren, im Jahr 1986, startete die KiTa Nortorf als integrative Einrichtung. Unter einem Dach konnten Kindertagesstättenplätze gemeinsam für behinderte und nichtbehinderte Kinder angeboten werden.

Damit wurde dem Wunsch und der Initiative von Eltern* behinderter und nichtbehinderter Kinder entsprochen. Zusammen mit Vertrete- rinnen verschiedener Nortorfer Verbände, politischen Vertretern/ innen und der Verwaltung war das Ziel verfolgt worden, als Integrationseinrichtung zu starten und nicht als Sonderkindergarten. Keine Ausgrenzung durch „Besonderung“, gemeinsam leben und lernen, Therapien in den Alltag von Kindern holen – das war die Idee, und damit waren wir beteiligt an einer bundesweiten Entwicklung mit integrativen Praxisversuchen in vielen Städten und Kreisen der Bundesrepublik, unterstützt von Hochschulen.

Als erste und damals einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein erhielt die KiTa die gleichzeitige Anerkennung als Regel- und Sonderkindergarten. Für die Mitarbeiterinnen der KiTa – Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Heilpädagoginnen – bedeutete dies von Anfang an eine enge fachliche Zusammenarbeit zu entwickeln, Zivildienstleisten- de als Integrationshelfer anzuleiten und mit Therapeutinnen von Außen zusammen zu wirken – also: als „Team“ zu arbeiten. Gewährleistet werden mussten sowohl die individuelle Begleitung, Förderung, Pflege für Kinder mit Behinderungen, als auch die gruppenpädagogischen Herausforderungen für die ganze Kindergartengruppe.

Von Beginn an wurde mit einem pädagogischen Konzept gearbeitet, damals im Bereich der Kindergartenarbeit noch wenig üblich. Wesentlich beeinflusst war die Konzeption durch die integrativen Praxismodelle in Bremen und die wissenschaftliche Begleitung durch die Bremer Universität (Prof. Dr. Georg Feuser, Heike Meyer), die darauf zielten, eine nicht ausschließende allgemeine Pädagogik als Grundlage für die Erziehung und Bildung aller Kin- der zu entwickeln.

Unsere Konzeption wurde im Laufe der Jahre mehrfach ergänzt, erweitert, aktualisiert – entsprechend der flexiblen Ausrichtung des Dienstleistungsangebotes der KiTa an den Bedürfnissen von Familien und an den Erwartungen der Leistungsträger, dem Land Schleswig-Holstein, dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und der Stadt Nortorf.

Seit einigen Jahren nun gibt es eine enorme Entwicklung in der Elementarpädagogik. Erhebliche Veränderungen und Erwartungen treffen auf die Kindertageseinrichtungen: Man denke an die Qualitätsdebatte, den Pisa-Schock und die daran anknüpfende Diskussion, die Debatte um Teilhabe und Inklusion im Bereich der Eingliederungshilfe, das rasante Anwachsen des Wissens um die Bedeutung der frühen Bildung und die Erwartungen an Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein, die Bildungsleitlinien des Landes umzusetzen.

Eine gründliche Überarbeitung unseres Konzeptes wurde notwendig, vor allem in Hinblick auf die Bildungskonzeption der KiTa Nortorf als Lernstätte für Kinder mit und ohne Behinderung, für Kinder aller Schichten und Kulturen. Erarbeitet wurde das hier vorliegen- de Konzept durch die Fachkräfte der KiTa, unterstützt von Eltern und Förderkreis; es ist damit sowohl Instrument für als auch Aus- druck von pädagogischer Weiterentwicklung der KiTa Nortorf als Heilpädagogischer Integrationseinrichtung.