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Konzeption der KiTa Nortorf

- Heilpädagogische Integrationeinrichtung -

Einführung

In den letzten zwei Jahrzehnten rückte der Begriff der Integration zunehmend in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen und bildungspolitischen Diskussion. Mit wachsender Aufmerksamkeit wurden die Probleme von behinderten und von Behinderung bedrohter Menschen in der Öffentlichkeit behandelt.
Das Engagement von Eltern behinderter und nichtbehinderter Kinder, von Fachkräften in Sonder- und Regelkindergärten, die Bereitschaft von Trägern wie der Diakonie und Entscheidungsträgern in den Behörden war seit 1985 ausschlaggebend für die Einrichtung erster Integrationgruppen im Elementarbereich in Schleswig-Holstein.

Mit Inkrafttreten des Kindertagesstättengesetzes 1992 in Schleswig-Holstein war die gesetzliche Grundlage für Integration im Kindergarten geschaffen. In der Landesverordnung (Mindestvoraussetzungen) wurden Rahmenbedingungen wie Gruppengrößen, Personalschlüssel, qm pro Kind etc. geregelt. Neu war/ist unter anderem die finanzielle Beteiligung des Landes Schleswig-Holstein an den Kosten des pädagogischen Personals in den Kindertageseinrichtungen.
Es entstanden neben Einzelintegrationsmaßnahmen (z.B. ein behindertes Kind wird in einer Regel-Kindergartengruppe betreut) Integrationsgruppen in Regel- und Sonderkindergärten. Die Möglichkeit integrativer Erziehung und Bildung ist abhängig von den Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten in den jeweiligen Bundesländern.

Aufgrund des Bundesgesetzes - Rechtsanspruch eines jeden Kindes mit Vollendung des 3. Lebensjahres auf einen Kindergartenplatz ab 1996 - wurde die Landesverordnung mit den Mindestvoraussetzungen für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen verändert, um so die Möglichkeit des Aufbaus von zusätzlichen Kindergartenplätzen zu schaffen.
Betroffen von dieser Veränderung sind in den Kindergärten im Wesentlichen die Qualifizierungsmöglichkeiten der MitarbeiterInnen, die Gruppenstärke und die Ausstattung der Einrichtungen.

Für uns und unser Konzept bedeutet dies, Rahmenbedingungen und pädagogische Angebote für kürzere Zeiträume zu entwickeln. Das bedeutet auch bei knapperen finanziellen Mitteln und vor dem Hintergrund wachsender sozialer, familiärer und erzieherischer Probleme eine gute pädagogische Arbeit zu leisten, die dem einzelnen Kind und seiner Familie gerecht wird.